Donnerstag, 18. November 2010

Live Paiting Kunstmaler Karlsson



Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom. Albert Einstein.

Willkommen auf der Homepage von Karlsson Fred. Als kreativer und leidenschaftlicher Kunstmaler möchte ich Eindrücke und Handwerk verbinden. Ein Bild ist schnell geschaffen, jedoch ist es jedem Künstler wichtig seine Gefühle zum Ausdruck zu bringen und dem Betrachter eine innere Auseinandersetzung mit dem Werk zu vermitteln. Menschen machen ihre positiven und negativen Erfahrungen: die einen nutzen die Sprache, die anderen Fotografie, Malerei, Musik oder Video, um sich entsprechend mitzuteilen. Die Art der Darstellung ist vielseitig und individuell, wie Sie hier bei einer Führung durch meine Galerie erfahren können. Am Ende angekommen, haben Sie die Möglichkeit Ihre Gefühle und Ihre Wahrnehmungen in meinem Gästebuch niederzuschreiben, worüber ich mich sehr freuen würde.

http://www.fredygalerie.de/

Montag, 15. November 2010

Abstrakte Kunst, Malerei, Ölbilder



kunstmalerei 27. September 2010
Ölbilder und abstrakte Malerei - Kunst von Martin Mißfeldt. Die Bilder entstanden 1989 / 1990 auf dem stillgelegten Bahngelände an der Yorkstraße. Sie zeigen die Natur - überwiegende Birken, die die verfallenen Bahngleise überwindet.
Mehr Kunst und Malerei hier: http://www.martin-missfeldt.de



Banksy



From the walls of Bristol was born a great artist by the name of Banksy.
Probably the most imaginative street artist to ever get hold of a can and brush.
Long Live Banksy

Samstag, 13. November 2010

Künstler unterstützen kostenlose Hartz-IV Beratung

Künstler unterstützen kostenlose Hartz IV Erwerbslosenberatung in Reutlingen

(Reutlingen, 13.11.2010) Bekannte regionale Künstler treten bei einer Benefizveranstaltung am 18 November 2010, Donnerstag um 19:30 Uhr (Einlass 19 Uhr) im Reutlinger Kulturzentrum franz.K auf. Karten im Vorverkauf oder an der Abendkasse. Für einen Preis von 13 Euro (8 Euro ermäßigt) bekommt man ein mehrstündiges, abwechslungsreiches Programm aus Kabarett und Musik geboten. Der Stuttgarter Kabarettist und AnStifter Peter Grohmann kontert zu Beginn mit satirischer Schärfe und hartem Biss die Ungereimtheiten unserer Tage. Seine Hiebe sitzen. Heiner Kondschak führt durch das laufende Programm, bei dem er selbst mit der kleinen Kapelle Wahrheiten, die schon immer einmal gesagt werden mussten, zum Besten gibt. „Herr Stilz seine Freunde„ hat eine feste Fan-Gemeinde in Reutlingen und bringt den Rock diesmal unplugged. Der DGB-Chor Zwischentöne wird zeigen, dass Chorgesang und politische Lieder sich gut ergänzen. Isabelle Kende-Bläubaum singt freche Chansons von Friedrich Holländer und Kurt Weill und wird dabei am Klavier von Karl Grüner begleitet.

Für den Erhalt und Ausbau der kostenlosen Erwerbslosenberatung in Reutlingen und Tübingen verzichten die Künstler auf ihre Gage. Der Erlös geht an die Organisationen Arbeiterbildung Reutlingen e.V. (ArBi) und Tübinger Arbeitslosentreff e.V. (TAT). Beide Vereine bieten schon seit Jahren eine kostenlose Sozialberatung und Hilfestellungen rund um das Thema Erwerbslosigkeit mit dem Schwerpunkt ALG II / Hartz IV an.

Rund 1500 persönliche und telefonische Beratungen im Jahr werden bei der ArBi mit ihrem niederschwelligen Angebot nachgefragt. Viele Ratsuchende kommen weil sie sich mit den bürokratischen Anforderungen nicht auskennen, die Rechtmäßigkeit der Kürzungen ihrer Leistungen nicht bewerten können oder durch Entscheidungen und Sanktionen in existentielle Notlagen kommen. Wie die laufende (anonyme) Befragung der Ratsuchenden bei der ArBi seit Mitte des Jahres bisher ergab, schätzen sie vor allem die vertrauensvolle Atmosphäre und die qualifizierte Beratung die sie hier erfahren. Viele kommen erst zur ArBi, wenn sie in einer Notlage sind oder sich Konflikte mit dem Job-Center zugespitzt haben. Dann hört man oft von Ihnen „Bei der ArBi habe ich wenigstens das Gefühl, dass man mir helfen will".

Die an 3 Vormittagen angebotene Beratung reicht für die steigende Nachfrage nicht mehr aus. Auch Anfragen aus dem Landkreis und von vielen Organisationen die mit Erwerbslosen im Kontakt sind, erfordern eine Ausweitung des qualifizierten und unabhängigen Beratungsangebotes. Deshalb wird nach Möglichkeiten gesucht, wie einerseits die Beratungsfrequenz erhöht werden kann und andererseits dass Beratungsangebot um angrenzende Felder, z.B. Kranken- und Rentenversicherung, psychologische Beratung etc. erweitert werden kann. Dazu wird an einem Konzept gearbeitet, wie eine Vergößerung des Angebotes refinanziert werden kann und parallel wird von der ArBi eine Vernetzung mit anderen Anbietern von Hilfsangeboten für Erwerbslose verfolgt.

Die neu eingerichteten Projektgruppen von Erwerbslosen mit Angeboten für Erwerbslose, um selbst aktiv zu werden und sich gegenseitig zu helfen, wird schon gut angenommen und es ist geplant diese Angebote auszuweiten. Spenden für eine Verstetigung und die notwendige Ausweitung des Beratungsangebotes werden auch in Zukunft gerne entgegengenommen: Kreissparkasse Reutlingen, Konto: 159 360, Bankleitzahl: 640 500 00 (pm)


quelle http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/kuenstler-unterstuetzen-kostenlose-hartz-iv-beratung-9800.php
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arno`s art


Dienstag, 9. November 2010

WEG MIT HARTZ IV – Kunst gegen Antidemokraten

Die Agenda 2010 (Hartz IV etc.) bedeutet die Schaffung einer rechtlosen Pariaschicht


Drauftreten - Bild: Bernd Rausch

Kommentar von Bernd Rausch

Die Agenda 2010 haben wir als Bruchstelle mit der sog. parlamentarischen Demokratie wahrgenommen. Das, was die Schröder-Regierung unter dem Diktat des Kapitals mit der Agenda 2010 auf den Weg gebracht hat, muss als nachparlamentarische Veranstaltung gesehen werden. Die Verpflichtung von 6 Millionen Staats – und Funktionsträgern auf die Agenda 2010 und somit die Verpflichtung dieser Trägerschicht zur Schaffung einer rechtlosen Pariaschicht bedeutet die Inkraftsetzung nachdemokratischer Verhältnisse. Die Außerkraftsetzung der Funktion der Massennmedien, der öffentlich-rechtlichen Medien und deren Funktionalisierung für den totalen Einsatz für Hartz IV, hat mehr mit einer Diktatur zu tun als mit einer parlamentarischen Demokratie. Es spielt da kaum eine Rolle, ob dies als Selbstverpflichtung der Medien geschieht oder als Verfügung einer Diktatur, denn vom Ergebnis her betrachtet bleibt es sich gleich. Agenda, Hartz IV und Riester Rente sind Ausdruck verschärften Klassenkampfes von Seiten des Kapitals, ohne dass den Kapitalisten eine Arbeiterklasse kampfbereit entgegentritt. Im Gegenteil: Die Sozialdemokraten und die sozialdemokratischen Gewerkschaften haben die Arbeiterklasse schutzlos dem Kapital ausgeliefert. Noch ein paar Worte zur Schaffung dieser rechtlosen Pariaschicht durch das Kapital und die parlamentarischen Parteien.

Erstens: Hatte Gerhard Schröder vielleicht die Buraku im Blick als er die Agenda auf den Weg brachte? Die Buraku sind eine diskriminierte Minderheit in Japan. Zwei bis drei Millionen Menschen zählen zu dieser Minderheit. Ihre Vorfahren wurden zwischen 1600 und 1871 von der japanischen Verwaltung zu unliebsamen Arbeiten verpflichtet. Bis heute sind ihre Nachkommen stark diskriminiert. Frauen und Männer aus Wohngebieten, in denen bekanntermaßen Buraku leben, oder deren Buraku-Herkunft in der amtlichen Registrierung nachgewiesen wird, finden kaum Arbeit. Eine Heirat mit einem Nicht-Buraku kommt häufig nicht zustande, weil es die bürgerliche Verwandtschaft verhindert. Ethnisch sind die diskriminierten Buraku Japaner.

Zweitens: Unsere Großeltern oder Urgroßeltern könnten uns davon berichten. Es fing so an: Heinrich Brüning, der vom 31. März 1930 bis zum 1. Juni 1932 Reichskanzler des Deutschen Reichs war, führte den’Freiwilligen Arbeitsdienst’ ein, so wie die SPD das jetzt vorhat. Die Nazis machten daraus dann 1935 den Reichsarbeitsdienst ohne Freiwilligkeit. Die weiteren Arbeitsprogramme der deutschen Nationalsozialisten sind bekannt.

http://www.ausstellung-rausch.de/Seiten07/Ausstellungsprojekte/Kapital_zerst%F6rt/Haupteingang.html
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Montag, 8. November 2010

130 Künstler präsentieren sich auf der Artthuer

Aufbau der Kunstmesse Arthuer: Ina Rex hilft ihrem Großvater Erich Enge beim Aufbau seines Standes. Foto: Alexander Volkmann
Mehr als 130 Künstler präsentieren sich ab Freitag auf der Thüringer Kunstmesse Artthuer. Zum siebten Mal findet diese Produzentenmesse, die als größte ihrer Art in Mitteldeutschland gilt, inzwischen statt. Insofern ist die Artthuer ein Marketinginstrument für die Künstler, um das geringe Salär aufzubessern.
Erfurt. Es ist erstaunlich, da geben beide Künstler Seminare an der Bauhaus-Universität Weimar, gar im gleichen Fachbereich, doch erst zum Gespräch mit unserer Zeitung sitzen sich Nina Lundström (Jahrgang 1971) und Winfried Bellmann (Jahrgang 1982) gegenüber. Im schmalen Büro des Landesverbandes Bildender Künstler (VBK) auf der Krämerbrücke berichten sie von ihrer Arbeit. Eher von Tücken des Alltags. In ihrem Metier wird man nicht reich.

Beide Künstler haben die Videokunst für sich entdeckt, die zum ersten Mal auf der Artthuer vorgestellt wird. Aus Sicht des Landesverbandes "wird es Zeit", dass dieser Kunstbereich mehr Aufmerksamkeit erhalte, berichtet Projektmanagerin Susanne Knorr. In einer Video-Lounge sind die Arbeiten zu sehen, deren Preise zwischen 150 Euro und 3000 Euro liegen. Nina Lundströms Installation mit dem Titel "Hibernate" (Winterschlaf) bewege sich zum Beispiel im oberen Preissegment. Nur wer mag das kaufen?

Nina Lundström bestätigt die Wahrnehmung: "Unter den Studenten ist es ein künstlerisches Medium wie jedes auch, nur leben kann man davon nicht." Gesammelt werde diese Kunst in Thüringen nicht. "Es gibt ohnehin nur institutionelle Sammler wie Museen, aber keine privaten Sammler", führt Nina Lundström aus. Gerade bei der performativen Form ihrer Videoaktionen habe sie keine Verkaufserwartungen.

So ist gerade am Beispiel einer Form wie der Videokunst die Misere abzulesen. Unter den an 120 Ständen angebotenen Werken der Malerei, Skulptur, Zeichnung, Druck- und Computergrafik, Fotografie, Schmuck und Objekten aus Keramik, Glas, Holz oder Metall, Textil dürfte Videokunst als besonders sperrig gelten. Das Klischee vom reichen Künstler, der Arbeiten für Millionen verkauft, in Thüringen ist es nicht zu finden.

Wie hoch das Einkommen ist, darüber gibt es nur Schätzungen. Bundesweit lag das Jahreseinkommen 2009 in der Bildenden Kunst bei 14 074 Euro. Künstlerinnen verdienen noch weniger, ermittelte die Künstlersozialkasse. Ihr Jahreseinkommen lag bei knapp über 10 000 Euro.

In Thüringen dürften die Zahlen niedriger ausfallen. Michaela Hirche, Geschäftsführerin des VBK Thüringen, räumt ein: "Wir erheben keine Daten über den Durchschnittsverdienst unserer Mitglieder." Auch der Bundesverband habe dazu keine repräsentative und aktuelle Erhebung. Das Einkommen als Berufsgruppe Künstler wird nirgendwo erfasst, berichtet Michaela Hirche. "Die Künstlersozialkasse ist wohl die Einrichtung, an der man noch am deutlichsten Grenzen ablesen kann." Das mindestens im Jahr zu erzielende Einkommen aus künstlerischer Tätigkeit, das eine Höhe von 3900 Euro haben muss, "ist für viele Künstlerinnen und Künstler eine hohe Hürde, sodass man davon ausgehen kann, dass der eigentliche Lebensunterhalt oft anderweitig bestritten werden muss".

Winfried Bellmann zum Beispiel erhielt vom Lindenau-Museum Altenburg ein Stipendium, für ein Filmprojekt. "Draußen" heißt der 160 Minuten dauernde Streifen über ein Findelkind, der 2011 fertig sein soll. Erste Ausschnitte sind auf der Artthuer zu sehen.


Ein Stipendium sei allerdings die Ausnahme, erklärt Winfried Bellman, der seit zwei Jahren Gastdozent an der Bauhaus-Universität Weimar ist. Das tägliche Brot verdient er mit Aufträgen für das Fernsehen. So hat er im vergangenen Jahr den Fernsehclip für die Ki.ka-Sommertour erarbeitet. Seit 2010 produziert er derartige Image- und Werbefilme selbst. Als ob es selbstverständlich wäre, gesteht er: "Ich verkaufe die Filme auf DVD." So ist der acht Minuten lange Kinder-Animationsfilm "Die neue Waschmaschine" für acht Euro zu haben.

Die Geschichte zweier risikobereiter Hamster, die ihr ultimatives Laufrad erobern, erhielt in jüngster Zeit zahlreiche Auszeichnungen. Erst vor wenigen Wochen eroberte er beim 72. World Festival of Non-professional Film, den Weltfestspielen des nichtkommerziellen Films der Unica, im Schweizer Einsiedeln eine Silbermedaille. Nur ernährt dieser Ruhm noch nicht.

Der Preis im Videobereich, lehrt es Nina Lundström ihren Studenten, richte sich nach der Höhe der Auflage. "Aber man muss auch die Zeit für die investierte Arbeit berücksichtigen."

Winfried Bellmann sagt zum Projekt "Draußen": "Das ist ein reiner Festival-Film." Was man wohl so auslegen kann, dass dem Film kein kommerzieller Erfolg beschienen sein wird. Es klingt sehr ernüchternd.

quelle http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/130-Kuenstler-praesentieren-sich-auf-der-Artthuer-1924842814
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arno`s art

Donnerstag, 4. November 2010

Aufruf zu Aktionen und zivilen Ungehorsam - Gegen Hartz IV: Ich bin dabei!



Die Künstlergruppe Kolzo ruft auf zum Widerstand gegen die Hartz IV Gesellschaft. Hartz IV ist Rassismus gegen Joblose, Arme, Alleinerziehende, Alte, Kinder und Kranke.
Die Künstlergruppe Kolzo ruft zum Widerstand gegen die Hartz IV Gesellschaft in Deutschland auf. Hartz IV Geld und Hartz IV Zwangsarbeit haben Millionen Menschen in diesem Land um ein menschenwürdiges Leben gebracht.
Acht Millionen Menschen in Deutschland sind Hartz IV Bezieher. Vierunddreißig Prozent aller Hartz IV Bezieher wurden mit den Methoden von Hartz IV psychisch krank gemacht.

Keine der im Bundestag vertretenen Parteien (auch Die Linke nicht) setzt sich für die Abschaffung der Menschen zerstörenden Hartz IV Maßnahmen ein.
Die Künstlergruppe Kolzo ruft die Bevölkerung auf, Protestaktionen zu
unterstützen, sich daran zu beteiligen und Aktionen und Widerstand gegen die Hartz IV Methoden zu organisieren. Wir die Künstlerinnen und Künstler rufen zum zivilen Ungehorsam auf.

Die korrupte Fälscherei der Arbeitslosenzahlen von 4,5 Millionen auf unter 3 Millionen (Oktober 2010) durch die Bundesregierung, das
Arbeitsministerium und die Arbeitsagentur schaffen Wut und Hass. Wir dürfen nicht die systematische Zerstörung von Millionen Menschen akzeptieren und so tun als ginge uns das nichts an.

Gegen Hartz IV: Ich bin dabei!

Künstlergruppe Kolzo weitere Infos
www.ausstellung-rausch.de/Gegen_die_Banalit%E4t/Kolzo_Mitwirkende.htm

Astrid Benn, Bernd Rausch, Marcel Mack, Ulf Fischer, Ulla Frei, Z1M3


PS.: Wir freuen uns, wenn Sie diesen Aufruf unterstützen, auf ihrer Homepage verbreiten, an Freunde und Bekannte weiterleiten und an Presseorgane senden.

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arno`s art

Künstler und Überlebenskünstler

Osnabrück. „5 Jahre Hartz IV“ – diese Zeitspanne wird nun künstlerisch im Gewerkschaftshaus am August-Bebel-Platz dokumentiert. Sieben Künstler haben mit Hartz-IV-Empfängern und Passanten in Workshops und öffentlichen Aktionen Werke erarbeitet, die in dem Haus bis zum 6. Dezember zu sehen sind.

„Endstation“ steht auf einer Rolle in der Säulen-Installation „Von der Rolle – auf der Rolle: Menschen im Hartz-IV-Dschungel“ von Reinhard Dasenbrock. Während der Kulturnacht am 28. August sollten Passanten ihre Gedanken zu dem Konzept aufschreiben, das vom ehemaligen VW-Manager Peter Hartz entwickelt wurde. Seit dem 1. Januar 2005 schreibt es die Zusammenführung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe auf einem Niveau unterhalb der bisherigen Sozialhilfe vor. Ein Hingucker mit doppeldeutiger Aussage ist die „soziale Hängematte“ von Beate Lucas, die aus Plastiktüten von Discountern besteht. Die Idee sei entstanden, weil sie Jugendliche oft mit Einkaufstüten von Billig-Läden gesehen habe, sagte sie am Montagabend bei der Vernissage der Ausstellung im Gewerkschaftshaus. Die Künstlerin arbeitet mit sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen in Rheine. Bequem liegen kann übrigens niemand in der „sozialen Hängematte“. Dafür ist sie nicht tragfähig.
Neben Beate Lucas und Reinhard Dasenbrock sind die Künstler Jens Raddatz, Franz Greife, Jelena Reinert, Tina Schick und Angelika Klemme an dem Projekt beteiligt. Es wurde vom Bund Bildender Künstler (BBK), von der Arbeitslosenselbsthilfe (ASH) und dem Verdi-Erwerbslosenausschuss realisiert.
Am Anfang stand die Überlegung, mal etwas anderes zu machen, um auf die Hartz-IV-Misere aufmerksam zu machen, so Heinrich Funke von der ASH. „Viele Künstler sind auch Überlebenskünstler“, sagte er. „Daher sind uns die Gedankenwelten nicht fremd“, meinte Jens Raddatz. Es sei nur ein Glückszufall, dass die beteiligten Künstler nicht von Hartz IV leben müssten. Jelena Reinert merkte kritisch an, dass sich ganz wenige Osnabrücker für das Thema interessiert hätten, als sie ihre Vernetzungsaktion am 11. September auf dem Marktplatz durchgeführt habe. Sie und einige andere Künstler berichteten, dass sie sogar während der Kunst-Aktionen von Passanten angepöbelt wurden, als diese erkannt hätten, dass es um das Thema Hartz IV geht.
quelle http://www.noz.de/lokales/48866580/kuenstler-und-ueberlebenskuenstler

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