Donnerstag, 30. Oktober 2014

Guernica (Dokumentation)1


playlist https://www.youtube.com/playlist?list=PLAE4BAFEB25D0A4E5

Guernica, ein kleiner Flecken im Baskenland, ist wie kaum ein anderer Ort ein Symbol für die Schrecken des modernen Krieges, nicht zuletzt durch Picassos gleichnamiges Bild, das der Maler kurz nach der Zerstörung der nordspanischen Kleinstadt während der Pariser Weltausstellung präsentierte.
Seit dem 26. April 1937, als das kulturelle und religiöse Zentrum des Baskenlandes von deutschen und italienischen Flugzeugen in Schutt und Asche gelegt worden war, ist die Diskussion um die Zerstörung nicht verstummt. Die Geschichte Guernicas ist von Anbeginn durch Propaganda, Mythos, Gegenmythos und Lügen immer wieder verschleiert und verzerrt worden. Bis heute gibt es leidenschaftliche Auseinandersetzungen über die Urheber, die Verantwortlichen, die Motive und den militärischen Zweck des Bombardements.
Zeitzeugen, Historiker und Militärexperten berichten vom Angriff und den Leiden der Opfer sowie von den Einsätzen und Motiven der deutschen "Legion Condor"-Piloten und ihrer italienischen Kampfgenossen der "Aviazione Legionaria". Erzählt wird dabei auch von den Journalisten, ohne deren Reportagen die kleine Stadt im Baskenland nur eine Fußnote im Spanischen Bürgerkrieg geblieben wäre. Nach wie vor ist Guernica eine Ikone der Antikriegsbewegung.
quelle http://programm.ard.de/?sendung=287245870713637

YouTube Kanal von nokilaus4

Montag, 2. Juli 2012

Pearl Kunst: Zeichnungen 2010



von am 10.09.2010
Meine Werke des Sommers 2010.

Ich habe mich ganz meinem Lieblingsthema: Landschaft gewidmet. Verwendete Materialien: Zuerst Kohle und weiße Kreide, dann Graphit und schließlich die "schnelle" Tusche.

Weitere Infos: www.Pearl-Faszination-Malerei.de und: www.Pearl-Kunst-2010.blogspot.com

Freitag, 17. Dezember 2010

Puccinis Prekariat

La Bohème in Sichtweite von Hartz IV - eine Herbstreise nach Ulm, Kiel, Erfurt, Düsseldorf und Wuppertal.

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Die Gedanken sind frei

Die Kreativitätsbranche 1/4
UNISCENE-Kreativ-Report: Die Gedanken sind frei
Zuhause ist sie in der rechten Gehirnhälfte: die Kreativität. Doch wie geht man mit ihr in Studium und Beruf am besten um? Ist Kreativität erlernbar? UNISCENE stellt ideenverliebte Künstler und erfinderische Selbstständige vor, die ihre Kreativität als Motor für ihr Leben nutzen. Von Saskia Balke

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Künstler macht Hartz IV-Empfängern Mut zur Veränderung


Nordschwarzwald. Lamentieren ist nicht sein Ding. Als selbstständiger Stuckateurmeister weiß Mathias Schweikle, was es heißt, anzupacken und sich auf Veränderungen einzustellen.
Das ist auch sein Thema für ein geplantes Kunstprojekt, das er jetzt dem Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel vorgestellt hat. Es greift die Diskussion um Hartz IV aus einem völlig neuen Blickwinkel auf und soll Mut zur Veränderung machen.
Denn wie einst die Harzer, Köhler oder Glasbläser im Schwarzwald auf gesellschaftliche oder technische Veränderungen in ihrem beruflichen Umfeld reagieren und sich neuen Aufgaben zuwenden mussten, so seien die Menschen über Jahrtausende immer wieder gezwungen gewesen, sich nach neuer Arbeit umzuschauen.
"Ich möchte diejenigen, die vom Hartz-IV-Topf abhängig sind, nicht schelten, aber sie motivieren, positiv zu denken und zu handeln", sagt der Künstler aus Pfalzgrafenweiler, der um Unterstützung für sein Werk wirbt und nach einem geeigneten Standort Ausschau hält.
"Weil es ja immer was aus dem Topf gibt"
Die Form seines Kunstwerks hatte Schweikle dem Parlamentarischen Staatssekretär bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales gleich mitgebracht. Aus den kleinen Har(t)z-IV-Töpfchen sollen vier Meter hohe werden, an denen unterschiedlich lange Birkenleitern angebracht werden. Sie stehen symbolisch für die unterschiedlichen Charaktere unter den Hartz-IV-Aspiranten: Der eine, dem es nie bis an den Rand reicht, um aus dem Vollen schöpfen zu können, und derjenige, der deutlich übers Ziel hinausschießt. Außerdem gibt es einige, die gar keine Lust haben, für Veränderung zu sorgen, "weil’s ja immer was aus dem Topf gibt!"
Bei der Suche nach dem passenden Weg, aus der Spirale der Abhängigkeit auszusteigen, kann der "Glasbläser Georg aus Bulbach" in Schweikles Augen Vorbild sein. Der junge Handwerker schnürte Mitte des 19. Jahrhunderts sein Rucksäckle, um von Baiersbronn aus zu Fuß nach Norddeutschland zu marschieren und dort sein Glück zu suchen. In der Heimat drohte ihm der Jobverlust; im hohen Norden wurde er sein eigener Chef.
"Viele könnten sich genauso verändern", ist der 48-jährige Künstler überzeugt. Und wie das Harz unter enormem Druck zu Bernstein werde, so vollbrächten Menschen unter Druck besondere Leistungen.
Für sich persönlich hat Mathias Schweikle längst den Grundsatz des Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel zu eigen gemacht: "Nicht nur reden, sondern handeln." Deshalb soll das Kunstwerk, das mit den Jahren in seinem Kopf gereift ist, jetzt an exponierter Stelle Realität werden.
Der Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel nannte das geplante "Mut-Machen-Projekt" "hochinteressant". Es sei sicher geeignet, die Diskussion zur Hartz-IV-Problematik in eine positive Richtung zu lenken. Kunst bedeute immer, die Gedanken ihres Schöpfers auf sich wirken zu lassen, um für sich selber daraus die passenden Schlüsse zu ziehen. Gesucht werden jetzt noch Unterstützer der Idee, wofür Fuchtel dem Künstler seine Hilfe zusagte.

quelle http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.calw-kuenstler-macht-hartz-iv-empfaengern-mut-zur-veraenderung.9000ef44-f620-49c7-98d3-fa6ef468833c.html
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GUTGEMEINTE RATSCHLÄGE DIE NICHT JEDEM KÜNSTLER HELFEN SIND WEHNACHTEN GERN GESEHEN UND WERDEN VON DER POLITISCHEN ZUNFT BEHERZT ANGEPACKT. IST DAS WIRKLICH HILFE?
KÜNSTLER DIE EINEUROJOBS ALS "REINIGUNGSKRÄFTE" DER NATION VERRICHTEN MÜSSEN, KÖNNEN MIT DER BEHERZTHEIT WENIG ANFANGEN.

arno´s art


Freitag, 3. Dezember 2010

Hartz-IV-Stipendium

Viele ­Kreative leben an der Grenze des Existenzminimums. Plädoyer für ein Grundeinkommen, das Autonomie gewährt - damit Werke wieder produktionskritisch sein können

Die Produktionsweisen der zeitgenössischen Kunst gleichen mitunter Manufakturen, wie man sie aus dem alten Verständnis von Handwerk kennt. Der Meister entwirft und die Künstlervasallen setzen die Ideen um. Ein System, in dem die Parameter der Ästhetik verdächtig nahe an die Wirtschaftlichkeit von Kultur rücken und in dem große Namen zählen sowie große Summen fließen. Nicht unähnlich verhält es sich im kommerziellen Galeriebetrieb: Der finanzielle Mehrwert und die Gewinnmaximierung bestimmen, was gute Kunst ist und was nicht – und die dazu gehörenden Künstlerfiguren, meist männlich und weiß, sind Protagonisten, die sich medial erzählen lassen. So kennt man Kunst nur in den Zusammenhängen des Marktes.

Jenseits des Glamours sieht das Künstlerleben anders aus. Wie das Interview mit Lisa Jugert, Künstlerin und Künstlerassistentin, im Freitag vom 27. Mai 2010 zeigt, ist es schwierig, eine eigene künstlerische Produktion zu gestalten.
Das allgemeine Verständnis der künstlerischen Autonomie beläuft sich zumeist nur auf thematische Freiheiten. Niemand kann Künstlerinnen vorschreiben, was sie zu entwickeln haben und mit welchen Methoden. Wenn ein Künstler zur Erhaltung der Grundbedürfnisse berufsfremden Tätigkeiten nachgehen muss, um dann die „Freizeit“ für die künstlerische Produktion zu opfern, ist er nicht frei im Sinne der künstlerischen Autonomie. Eine Art Grundeinkommen für Kulturschaffende könnte eine Lösung dieses Dilemmas sein – verbunden mit entsprechenden Anforderungen als Gegenleistung, etwa im pädagogischen oder sozialen Bereich wie der Kulturvermittlung. Erarbeitet werden müssten freilich Kriterien für die verschieden künstlerischen Disziplinen, nach denen entschieden würde, wer von einem solchen Grundeinkommen profitieren könnte. Mögliche Vergleichspunkte wären zum Beispiel eine gewisse Anzahl der Ausstellungen, Publikationen, Projekte, Organisation und ähnliches.

mehr http://www.freitag.de/kultur/1032-kunstproduktion-mit-hartz-iv-stipendium
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